Montag, 8. September 2014

Die ersten Tage in Tansania

Am Mittwoch sind wir endlich in Tansania angekommen. Wir waren alle ganz überrascht, wie gut das mit unseren Permits geklappt hat, niemand musste sich ein Touristenvisum kaufen und ich bin sogar nur mit einer Kopie meines Permits durchgekommen. Nachdem uns ein Taxi in unsere Unterkunft gebracht hatte, nahm uns Frauke, eine Ehemalige, in Empfang. Sie ging mit uns auch gleich zur Bank und einkaufen. Nach der ersten kalten Dusche war ich sehr froh mich endlich in ein Bett legen zu können. Die nächste 2 Tage verbrachten wir noch in Daressalam und kauften Sim-Karten, Internet-Sticks und schon die ersten Klamotten. Der Verkehr ist hier sehr gewöhnungsbedürftig, schon allein weil Linksverkehr ist und ich das Gefühl hab, dass man als Fremder die Verkehrsregel einfach nicht verstehen kann. Da ständig gehupt wird, hat man das Gefühl, dass alle im Stress sind. Aber wenn man im Taxi sitzt oder die Fahrer anschaut merkt man, dass sie alle die Ruhe weg haben. So ganz hab ich noch nicht verstanden, wann und wieso gehupt wird. Für mich ist das Straße überqueren schon immer eine halbe Nahtoderfahrung, wahrscheinlich liegt das auch daran, dass ich immer noch in die falschen Richtung schaue, ob ein Auto kommt, mich freue das nichts kommt und dann auf der Straße merke, dass die Auto aus der anderen Richtung kommen. 
Frauke hat uns am Samstag morgen Bustickets besorgt und dann ging es, leider ohne Frauke nach Morogoro zum Sprachkurs. Die Sprachschule ist auf einem wunderschönen Gelände, und es gibt warmes Duschwasser, das ist das Highlight. Am Samstag und Sonntag sind noch andere Freiwillige von anderen Organisationen eingetroffen. Abend sitzen wir meistens zusammen, quatschen oder schauen Film. Am Sonntag sind alle Freiwilligen zu dem Gottesdienst der Schule gegangen, da wir leider nicht viel verstanden haben, zog sich das ganze sehr in die Länge. Einige Melodien der Lieder kamen einem sehr bekannt vor. Manche der Kirchenbesucher geben als Kollekte Materielles, welches am Ende des Gottesdienstes versteigert wird, z.B. Zuckerrohr, Bananenstauden, Milch, Eier oder auch ein lebender Hahn. 
Die ersten exotischen Tiere sind uns auch schon über den Weg gelaufen, unter anderem ein ulkiger großer Tausendfüßler, der so groß wie unsere Hand war. Heute hatte ich zum ersten Mal Unterricht, für mich ist die Sprache noch sehr fremd, aber ich bin optimistisch, dass ich mich bald ein wenig verständigen kann. 
Die ersten Freiwilligen haben schon die ersten Nachwirkungen des Essens zu spüren bekommen und ihren Magen entleert. Auch ließen sich einige auf Malaria testen. Ich bin glücklicherweise noch von allem verschont geblieben, drücke aber allen Kranken die Daumen, dass sie bald wieder auf dem Damm sind.
Mal schauen, was uns die nächsten Tage noch so erwartet.
Liebste Grüße,
Betti

 erste Gänge durch Daressalam

 unsere Beute
 Morogoro

die Riesenraupe

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