Am Dienstag waren wir zum ersten mal auf dem Markt in Mwika, ich muss sagen, der Markt gefällt mir echt gut. Ich finde ihn ziemlich übersichtlich und man bekommt wirklich alles! Wir waren ganz erstaunt über die Preise, wir haben echt mega viel Gemüse gekauft für umgerechnet 2,50€.
Unser Hauptessen ist zurzeit immer Gemüsepfanne mit Reis, Kartoffeln oder Nudeln.
Am Mittwoch hatten wir dann auch nochmal frei und sind nochmal nach Moshi gefahren. Dort haben wir nochmal Geld geholt und waren bei der Post, uuund ich hatte ein Paket von meiner Familie mit Salami und Brot bekommen. Da haben wir uns rieeeesig gefreut..auch wenn die Salamie schon wieder alle ist. :( Zur Feier des Tages waren wir dann in einem indischen Restaurant Pizza essen.
Donnerstag war dann unser ersten Arbeitstag und es war ein Fieldworkertreffen angesagt. Da treffen sich alle Fieldworker und besprechen was es für Probleme o.Ä. in ihren Gemeinden gibt und was die nächsten Wochen so ansteht. Da ich bzw. wir immer noch nicht wirklich Kiswahili können, haben wir auch nur sehr wenig verstanden. Zum Abschluss gab es noch Pilau (Reis mit Fleisch), eigentlich ganz lecker, nur hier essen sie alles vom Tier. Das heißt, wir hatten dann teilweise echt große Stücken „Fleisch“ mit teilweise noch irgendwelchen undefinierbaren Teilen dran und generell gaaaaaaanz viel Fett und Speckschwarte. So saßen wir dann nur in großer Runde und haben tapfer ca. 10min auf einem Fleischstück gekaut und auch noch nett gelächelt. Denn Essen hier abzulehnen ist richtig unhöflich. Wir waren sehr froh als endlich unser Fleisch alle war, wir noch alle Zähne im Mund hatten und noch lebten.
Danach hatten wir dann frei und haben uns Brownies gebacken, die waren wirklich richtig lecker und haben das Essen vom Mittag wieder gut gemacht. Nur haben wir leider kein Rührgerät, deshalb ist es sehr anstrengend den Teig schaumig zu schlagen.
Am Freitag sind wir dann das erste mal auf Visitation gewesen, da besucht man Familien mit Waisenkinder und schaut sich ihre Situation an und wie man ihnen am besten helfen kann. Das ist immer sehr interessant und die Menschen sind alle richtig nett zu uns..nur leider verstehen wir nicht ganz so viel, von dem was sie uns erzählen. Aber es ist immer noch einer aus dem Office, zur Zeit immer Mama Ester, und der Fieldworker der Gemeinde mit. Zurzeit schauen wir uns also eher an, wie das alles hier funktioniert. Nach der Visitation hat uns die Fielworkerin zum Essen bei einem kleinen Imbiss eingeladen. Es gab Kochbananen mit Fleisch..da kam Freude auf! Wir haben erst nur die Banenen gegessen, aber die waren leider dann bald alle und es gab nur noch Fleisch. Und wieder hieß es 10min kauen um ein Stück schlucken zu können. Das war auch eher 2cm Speckschwarte (teilweise noch mit Borsten) und 5mm Fleisch, da hat man überhaupt damit zu kämpfen, dass es im Mund bleibt. Deshalb haben wir uns umso mehr wieder auf unsere Gemüsepfanne gefreut.
Für Samstag wussten wir nur, dass wir zusammen mit Esther arbeiten werden. Wir hatten uns schon gedacht, dass wir auf ein Waisentreffen fahren, aber haben gedacht, dass sie was organisiert hat und wir uns das erst mal anschauen können. Da haben wir ganz schön falsch gedacht. Esther ist mit uns Dalladalla gefahren, wir sind dann gemeinsam ausgestiegen, dort hat sie uns einem Fieldworker übergeben und ist dann gegangen. Der hat uns dann in ein zweites Dalla gesteckt und ist selber Pickipicki ( Motorrad) gefahren. Irgendwann meinten die Dalla-Fahrer wir müssen jetzt aussteigen, zum Glück haben wir den Fieldworker am Straßenrand gesehen. Mit ihm sind wir dann noch zu 3. auf einem Pickipicki weiter gefahren und kamen in der Gemeinde an. Dort wartet schon ca. 20 Kinder auf uns. Es hieß der Fieldworker sagt noch kurz was und dann können wir unsere Spiele mit den Kindern spielen. Tjaaaa, dann hieß es improvisieren. Zum Glück hatten wir sicherheitshalber ein paar Luftballons und Schnur eingepackt, so konnten wir erstmal ein einfaches Luftballonspiel spielen, welches auch mit Händen und Füßen zu erklären ging. Danach haben wir versucht mit den Kindern verschieden Spiele, die wir noch im Kopf hatten, zu spielen. Das Erklären war nur echt schwierig, da ich kaum, Kathi ein bisschen und die Kinder nur Kiswahili sprechen. Aber bis auf Steh-Geh hat alles geklappt. Ziemlich kaputt und auch sehr dreckig waren wir dann schon um 12 Zuhause.
Für den Nachmittag hatten wir uns vorgenommen zu backen. Unser ersten Ziel waren Kokoskugel..doch dafür mussten wir eine Kokosnuss aufbekommen. Aber davon haben wir uns nicht beeindrucken lassen. Mit Säge und Pfanne (wir haben leider nur einen sehr kleinen Hammer) ging es der Kokosnuss an der Kragen und wurde erfolgreich besiegt!
Die Kugeln sind dann aber leider im Ofen zerlaufen und es wurde ein Kuchen, aber trotzdem sehr lecker.
Als nächstes haben wir dann nochmal Brownies gebacken.
Am Sonntag waren wir bei einer Konfirmation in der deutschen Gemeinde eingeladen ( dafür haben wir auch die Brownies gebacken). Mit dem Dalla sind wir nach Moshi und von dort hat uns ein sehr netter deutscher Missionar mitgenommen. Wie wir erfahren haben, unterrichtet er sogar 2mal die Woche hier in der Bibel Schule.
Der Gottesdienst und die Feier war sehr schön. Wir haben viele Freiwillige, die wir aus Morogoro kannten, wieder getroffen. Außerdem gab es richtig viel zu essen und Kuuuuuchen! Richtigen Kuchen und sogar Torte! Wir waren danach so voll, dass wir gar kein Abendbrot mehr brauchten.
Die deutsche Gemeinde ist auch sehr nett, wir wurden gleich aufgenommen und zu den nächsten Gottesdiensten eingeladen. Es ist wirklich schön, einen Gottesdienst mal wieder verstehen und mitsingen zu können.
Ich finde es sehr witzig, wie schnell man sich hier an Sachen gewöhnt, die in Deutschland kaum vorkommen würden. So ist es für mich schon normal, dass unser Küchenlicht fast ausgeht, wenn wir den Wasserkochen anmachen oder, dass ich früh von den Ratten in den Wänden geweckt werde, weil sie so laut laufen und viepsen.
Leider ist auch unsere Klospülung kaputt, und wir müssen immer mit einem Eimer „ Spülen“, deshalb war letzte Woche auch jemand zum reparieren da. Aber nachdem unser Bad komplett unter Wasser stand und so langsam auch der Flur nass wurde, ging die Spülung für 2 Tage und ist nun wieder kaputt. Aber wie gesagt, man gewöhnt sich schnell an alles.
So das war es erst mal von mir.
Liebste Grüße und bis bald,
Betti
Der Kampf gegen die Kokosnuss..
..wurde erfolgreich beendet.
Unser Backschlachtfeld
Unser Haus (:
