Seit meinem letzten
Eintrag sind jetzt nun doch schon zwei Wochen vergangen. Sorry.
In der letzten Zeit
hatten wir dann auch endlich die erwünschte Arbeit, und das nicht
gerade wenig.
Am 23.01. hatten wir
eine Besprechung mit dem ganzen Office, bei der wir quasi geplant
haben, was wir in diesem Jahr was und wie machen wollen. Und dann
gings los am Montag mit Visitation. Zuerst sollten wir die Gemeinden
besuchen, die etwas weiter weg sind. Deshalb ging es immer schon
7.30Uhr los und kamen auch erst zwischen 17.00 Uhr und 18.00 Uhr
zurück.
Bei wirklich allen
Gemeinden gab es erst mal Chai, also Tee und immer was zu Essen.
Danach teilen wir uns immer in 2 Teams, die Einen gehen meistens in
die Schule und zu ein oder zwei Familien und die Andern besuchen
Familien mit Projekte oder neue Familien.
In den Schulen reden
wir meistens mit dem Schulleiter und Schülern, die von HuYaMwi
unterstützt werden und nicht so gute Ergebnisse haben. Wir versuchen
herraus zu kriegen, warum sie so schlecht sind. Die meisten haben
einen extrem langen Schulweg (3Stunden ) und müssen deshalb sehr füh
los, kommen erst sehr spät heim und müssen dann meistens noch im
Haus helfen. Wir diskutieren dann, wie sie irgendwie ihre Prüfungen
bestehen oder es wird ihnen immer und immer wieder gesagt, dass sie
mit Fleiß lernen sollen. Manchmal machen wir auch neue Schulprofile,
also Kinder die Unterstützung brauchen.
Am Ende setzen sich
alle nochmal zusammen, auch die Komitee der Gemeinde, essen erstmal
und wird über alles geredet und versucht für jeden Fall eine Lösung
zu finden.
In einer Gemeinde
hat mich ein Schicksal sehr bewegt. Ich sollte ein Schulprofil von
einem Jungen machen, der gern auf die Secondary School gehen will.
Wir sind zu ihm nach Hause gekommen. Und als wir angefangen haben mit
ihm zu sprechen, hat er sofort begonnen zu weinen. Er ist 14 Jahre
alt, seine Mutter ist vor einigen Jahren gestorben. Er hat noch zwei
jüngere Schwestern, doch da sein Vater Alkoholiker ist, muss er sich
ganz alleine um seine Schwestern, Haus und Essen kümmern. Das hat
mich sehr bewegt, gerade weil mein Bruder ungefähr im selben Alter
ist, doch zwischen seinem Leben und das des Jungen liegen Welten.
Aber es gibt auch
schöne Erlebnisse, z.b. wird mein Kiswahili eeendlich etwas besser.
Kimathi zwingt mich jetzt immer zu reden.
Kathi ist leider nach der zweiten Visitation krank geworden und ist deshalb zu Hause geblieben.
Kathi ist leider nach der zweiten Visitation krank geworden und ist deshalb zu Hause geblieben.
Am letzten
Wochenende waren wir dann wieder auf Waisentreffen, auch wenn nur
wenig Kinder da waren, war es sehr schön. Danach sind wir gleich zum
Filmabend der deutschen Gemeinde gefahren, dort haben wir den Film
„Frida“ angeschaut. → sehr guter Film!
Sonntag war dann
auch wieder deutscher Gottesdienst ind Usa River. Es war wiedermal
sehr schön. Leider ging es Kathi wieder schlechter, deshalb blieb
sie in Usa, weil sie nicht mit dem Dalla hätte fahren können.
Montag hatte ich frei und hab mich mit einer anderen Freiwilligen
Merle in Moshi getroffen. Wir haben lecker gegessen und ewig
gequatscht, die Zeit mit Merle habe ich sehr genossen.
Dienstag und
Mittwoch waren wieder Visitation in neuen Gemeinden. Am Mittwoch
haben wir dann auf dem Rückweg Kathi abgeholt, die leider sehr lange
warten musste.
Donnerstag war
wieder ein Office-Day mit Besprechung, denn am heute sollte das ganze
Office nach Karatu fahren, wo wir auch noch Gemeinden haben.
Doch leider ging es Kathi immer noch nicht besser und ist am Abend umgekippt. Deshalb sind wir am Freitag nochmal (schon zum 3. Mal) ins Krankenhaus gefahren, auch noch zu ihrem Geburtstag , dort hat sie 4 Infusionen bekommen und auf Typhus getestet. Es ist zum Glück „nur“ eine heftige bakterielle Infektion. Kathi und ich bleiben jetzt hier und ich kümmer mich ums sie, damit es ihr hoffentlich sehr bald besser geht.
Im Krankenhaus war es auch eine Erfahrung, alles ganz anders als in Deutschland. Alles hatte Zeit und auch verschiedene Technik gab es einfach nicht. Manchmal war es richtig amüsant, z.b. wurde der Tropf erst gewechselt nachdem die Schwester zu Ende telefoniert und der anderen Schwester die Haare gekämmt hat.
Doch leider ging es Kathi immer noch nicht besser und ist am Abend umgekippt. Deshalb sind wir am Freitag nochmal (schon zum 3. Mal) ins Krankenhaus gefahren, auch noch zu ihrem Geburtstag , dort hat sie 4 Infusionen bekommen und auf Typhus getestet. Es ist zum Glück „nur“ eine heftige bakterielle Infektion. Kathi und ich bleiben jetzt hier und ich kümmer mich ums sie, damit es ihr hoffentlich sehr bald besser geht.
Im Krankenhaus war es auch eine Erfahrung, alles ganz anders als in Deutschland. Alles hatte Zeit und auch verschiedene Technik gab es einfach nicht. Manchmal war es richtig amüsant, z.b. wurde der Tropf erst gewechselt nachdem die Schwester zu Ende telefoniert und der anderen Schwester die Haare gekämmt hat.
In zwei Wochen ist
dann auch schon Halbzeit und das Zwischenseminar. Verrückt wie
schnell die Zeit vergeht. Und dann kommt auch schon mein Bruder, ich
freue mich rieeesig!!
Sooo das war's jetzt erstmal wieder von mir. Ich hoffe das nächste Mal bekomme ich es schneller hin, wieder was zu schreiben :D
Ach ja, mein erster
Rundbrief ist endlich schickbereit. Wer ihn haben will, muss mir eine
kleine Mail schreiben (beddie95@web.de)
Liebste Grüße,
Betti
Ach mir ist doch
noch was eingefallen, dank unserer Shamba haben wir jetzt immer
lecker Salat. Und durch Weihnachtspakete hatten/haben wir Käse und
Salami, da konnten wir es uns richtig gut gehen lassen.
Unsere kleine Shamba
Sooo ein leckeres Abendbrot
Kathi und ich auf unserer Terrasse (:
Auf Waisentreffen..
..beim Handabklatsch-Spiel
Im Krankenhaus..also an Sauerstoffmangel wären wir nicht gestorben :D
