In der letzten Woche in Morogoro wurde der Kurs geteilt, in Fortgeschrittene und Anfänger, da einige schon in Deutschland Kurse hatten. Unter der Woche saßen wir Abends meisten zusammen, entweder in einer kleinen Bar oder einfach vor dem Zimmer. An einem Nachmittag haben ein paar Mitfreiwillige, denen die wollten die Haare geschnitten. Am Donnerstag sind wir auf Uluguru Mountains gewandert. Es war sehr anstrengend, da es wirklich immer bergauf ging und die Wege auch eher steile Trampelpfade waren. Aber für die Aussicht hat es dich gelohnt und auf dem Rückweg haben wir sogar kleine Affen gesehen. Am Freitag war dann unser letzter Tag in der Sprachschule, deshalb haben wir ab um 2 alle zusammen für das Abendessen gekocht. Das Kochen war sehr interessant, weil über dem Feuer bzw. auf Glut gekocht wurde. Wir mussten hauptsächlich Gemüse schneiden, Reis sortieren oder Pfannkuchen ähnliche Chipata machen. Unsere Jungs haben sich mit dem zerlegen eines halben Schweines beschäftigt.
Abends haben wir dann alle zusammen, mit den Lehrern gegessen, danach wurden uns unsere Zertifikate überreicht. Dabei haben die Lehrer eine Bombenstimmung gemacht und bei jedem laut gerufen und geklatscht. Da die Stimmung einmal so gut war, sind wir dann noch gemeinsam nach Morogoro in einen Club gefahren um unseren „Abschluss“ zu feiern. Im Club war es richtig schön und lustig, es war zwar ein paar mal kurz Stromausfall, aber das hat uns nicht gestört. Da wir am nächsten Tag alle früh abreisen mussten, sind die meisten halb 2 zur Sprachschule zurück gefahren. Ich bin allerdings, zusammen mit ein paar anderen noch länger geblieben, wir sind dann mit dem Taxi zurück gefahren. Am nächsten Tag hieß es dann um 6 aufstehen, die restlichen Sachen einpacken, um 7 zum Frühstück und dann fuhr unser Bus pünktlich halb 9 los. Da ich ja etwas wenig Schlaf in der Nacht hatte, konnte ich umso besser im Bus schlafen, allerdings sind hier ziemlich viele Bremshügel, bei denen der Bus aber eher weniger bremst, deshalb wird man ordentlich durchgeschüttelt. Aber ich konnte trotzdem gut schlafen. Halb 1 gab es dann die erste Pause, in der man sich fix was zu essen kaufen oder auf Klo gehen konnte. Ich hab mir eine Portion Chipsi Mayai geholt, das sind wie Pommes in Ei gebrachten. Klingt komisch, schmeckt aber richtig lecker und hält lange satt. Nach der Pause ging es dann weiter und nach gefühlten 1000Stunden sind Kathi (meine Mitfreiwillige) und ich in Moshi angekommen. Von dort aus mussten wir nochmal 2Stunden mit einem Dalla-Dalla ( ein kleiner, meist sehr vollgestopfter Bus) nach Mwika fahren, eigentlich fährt man nur eine Stunde, aber wir sind irgendwie 2Stunden gefahren. Um 7 sind wir dann endlich angekommen. Sehr witzig war, dass in dem Dalla-Dalla der Boden so heiß geworden ist, dass der Leim von meinem Flip-Flop geschmolzen ist und sich ein Riemen gelöst hat, als das der Fahrer gesehen hat, ist er gleich mit meinem Schuh losgerannt und hat ihn nähen lassen. Mit dem gebauten Schuh sind wir dann zu unseren neuen Zuhause gelaufen und konnten gleich den Kilimanjaro sehen, was eigentlich sehr ungewöhnlich war, weil es zurzeit meist zu bewölkt ist.
Unser Haus finde ich wirklich sehr schön! Wir haben ein großes Wohnzimmer, ein Bad mit Sitzklo und Dusche, eine große Küche, ein Wäschezimmer, jeder noch ein eigenes Zimmer und das Highlight ist unsere große Terrasse. Die Einrichtung ist zwar schon etwas älter ( wir sind auch schon die 9. Freiwilligengeneration), aber trotzdem richtig schön und gemütlich.
Frühstück und Mittag essen wir meistens auf Terrasse, für Abendbrot ist es meistens schon zu dunkel und kalt. Unser Haus steht etwas abseits auf einem großen Geländer der Bibelschule, zurzeit sind noch Semesterferien, aber ab Oktober werden hier auch viele Studenten sein. Die Bibelschule hat wahrscheinlich auch Kühe, denn die grasen immer direkt vor unsere Tür, bzw. Terrasse und Küchenfenster.
Am Sonntag waren wir dann auch hier Gottesdienst, der 3 Stunden ging, aber das ist ganz normal hier.
Gearbeitet haben wir noch nicht, wir gewöhnen uns noch ein und werden dann wahrscheinlich im Laufe der Woche anfangen. Heute haben wir erst mal noch ein Gespräch mit Mori, dem Chef.
Gestern waren wir in Moshi, haben mein Permit (Visum) zum stempeln abgegeben, unser Postfach geleert und waren in einem Supermarkt einkaufen. Heute haben wir fleißig Kiswahili gelernt und werden später noch auf den Markt gehen, welcher hier immer Dienstag und Freitag ist.
Bei uns im Norden gibt es eine deutsche Gemeinde, bei der wir ganzen Freiwilligen im Norden zu einer Konfirmation am Sonntag eingeladen sind. Ich bin schon sehr gespannt darauf!
Ich hoffe ich kann regelmäßig etwas schreiben. Wenn nicht, seid mir nicht böse, ich hab hier im Haus kein Internet und muss immer ins Internetcafe, aber ich bemühe mich regelmäßig von mir hören zu lassen!
Liebste Grüße aus Mwika!
Eure Betti
Die Wanderung auf die Uluguru Mountains
Unser Wohnzimmer
Mit Kamin!
Unser Bad
Die Kueche mit der fleissigen Kathi
Mein Zimmer
Unsere Terrasse

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